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JVP Tirol für Modulares Oberstufensystem

Die Bildungsverantwortlichen in Tirol fordern eine rasche Umsetzung des geplanten modularen Systems für die Oberstufen. Kritik üben sie dabei an der aus ihrer Sicht oberflächlichen Diskussion. Von der Bundes-VP erwarten sie ein Einlenken.

Neues System sei leistungsorientierter
Die ÖVP in Tirol ist sich einig – das geplante modulare System für die Oberstufe muss kommen. Das heißt: Ähnlich wie an den Universitäten werden die einzelnen Fächer in Modulen unterrichtet. Ein Modul dauert ein Semester lang. Schließt ein Schüler ein Modul negativ ab, hat er Zeit, dieses in den kommenden Semestern, spätestens aber bis zur Matura nachzuholen.
Dies sei zeitgemäß und vor allem leistungsorientierter als das bisherige System, erklärt Landeschulratspräsident Hans Lintner: “Anders als bisher müssen Schüler den versäumten Stoff bis zur Matura nachgeholt haben, ansonsten dürfen sie nicht
zur Reifeprüfung antreten.” Dass gerade die leistungsorientierte ÖVP in dieser Frage auf der Bremse stehe, ist für Lintner (selbst ÖVP-Mitglied) nicht nachvollziehbar.

Nein zu generellem Aufstieg mit drei Fünfern
Dass die Diskussion derzeit auf die Frage, ob man mit drei Fünfern aufsteigen darf oder nicht, reduziert wird, stört Lintner. Erstens weil diese Frage etwa in Tirol auf nicht einmal fünf Prozent der Schüler zutrifft und zweitens weil die Vorteile des  Systems dabei vielfach untergehen – nämlich dass ein Schüler, nicht gleich ein ganzes Jahr verliert, nur weil er in einem oder zwei Fächern nicht bestanden hat. Dass Schüler generell mit drei Fünfern aufsteigen dürfen, ist aber auch für den Landesschulratspräsidenten nicht die ideale Lösung. Diese Frage müsse individuell entschieden werden, so sein Vorschlag: “Hat ein Schüler zwei oder drei Module nicht
bestanden, so sollte die Klassenkonferenz entscheiden, ob es für den Schüler zumutbar ist, den versäumten Stoff nachzuholen!”

Landesobmann Michael Riepler:” Ich hoffe, dass die Bundesregierung jetzt konstruktive Arbeit in der Bildungspolitik leistet und nicht dauerend alles gegenseitig blockiert!  Das Modulare Oberstufensystem ist ein guter Schritt für ein zeitgemäßes Bildungssystem in unserem Land!”, so Riepler abschließend!

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