ÖSTERREICH-DIENST ALS ALTERNATIVE ZUR WEHRPFLICHT
Während die SPÖ mit nicht realisierbaren Ideen vom fehlenden Reformwillen ihres Verteidigungsministers abzulenken versucht, präsentiert die JVP mit dem Österreich-Dienst eine echte Alternative zum derzeitigen System. Der SPÖ-Vorschlag, die Wehrpflicht durch ein Freiwilligenheer sowie das Freiwillige Soziale Jahr zu ersetzen kann schon rein rechnerisch nicht funktionieren: 13.000 Zivildienern stehen nur 300 junge Menschen gegenüber, die sich für das Freiwillige Soziale Jahr entscheiden.
So fordert die JVP einen Dachverband der sich in die zwei Bereiche Landesverteidigung und Katastrophenschutz sowie Dienst bei gemeinnützigen Organisationen aufteilt. Dabei sollen neben der freien Wahlmöglichkeit vor allem faire Bedingungen herrschen.
Der Forderungskatalog lässt sich in folgenden Punkten zusammenfassen:
1.) Vollkommene Gleichstellung aller Dienste
a. Dauer für alle 6 Monate
b. Gleiche Bezahlung
2.) Faire Tauglichkeitsbestimmungen
a. Für jeden der zwei Bereiche sollen eigenen, neue Tauglichkeitsanforderungen erstellt werden, da sich diese je nach Einsatzgebiet stark unterscheiden
3.) Gesamte Organisation unter einem Dach
4.) Reform des Bundesheeres
a. Konzentration auf reale Herausforderungen wie z.B. Katastrophenschutz. Keine Ausbildung in veralteten Bereichen wie z.B. Panzer.
Verwundert zeigt sich JVP-Bundesobmann Sebastian Kurz über die Aussagen von Bundespräsident Heinz Fischer, der in einem Interview mit der Tageszeitung „Österreich“ von keinem Handlungsbedarf sprach und meinte, dass das Jahr 2011 nicht das Jahr für Entscheidungen über das Bundesheer sei. „Bereits rund 50.000 junge Menschen haben in der Amtszeit von Minister Darabos ihre Zeit mit Unkraut zupfen, Kasernen putzen und einer unzeitgemäßen Ausbildung, die ihnen für das spätere Leben nichts bringt, aufgeopfert. Minister Darabos soll endlich eine Reform zustande bringen und nicht noch die Zeit von weiteren 10.000 Grundwehrdienern verschwenden.“, fordert Kurz.
Dieses System ermöglicht es einerseits Hilfsorganisationen ihren Bedarf an Zivildienern zu decken, sowie andererseits die militärische Ausbildung von Grundwehrdienern effizienter zu gestalten. Angepasste Tauglichkeitsanforderungen sowie gleiche Bezahlung und Dauer der Dienste ermöglichen eine echte Wahlfreiheit. Eine Lösung, die sowohl jungen Menschen als auch Österreich etwas bringt.
[ Zurück zur Übersicht...]
|